fbpx Sass Pordoi (ca. 2.700 m) - NW-Wand „Dr. Luis“ VII+ (eKN VI+)
Sass Pordoi (ca. 2.700 m) - NW-Wand „Dr. Luis“ VII+ (eKN VI+)

Sass Pordoi (ca. 2.700 m) - NW-Wand „Dr. Luis“ VII+ (eKN VI+)

Foto da: topoguide.de - in Kooperation mit den Alpenvereinen

Kaum zu glauben, dass man in dieser steilen Wand in solch gemäßigten Schwierigkeiten klettern kann. Allein die Griffigkeit des Gesteins macht’s möglich. So etwas gibt es nur in den Dolomiten! Die Form der verwendeten Absicherungsmaterialien in der „Dr. Luis“ wohl ebenfalls.

Zunächst einmal wurde die Route stellenweise sehr sparsam eingerichtet. Allerdings hat uns Roly versprochen, noch den einen oder anderen Haken zu spendieren. Doch selbst dann sollte man sich in alpinem Gelände zu bewegen wissen und in der Lage sein, einen Fünfer auch noch sechs bis acht Meter über der letzten dubiosen Sicherung quasi solo zu klettern. Unachtsamkeiten, die zu Stürzen führen könnten, sind hier absolut tabu! Ein eherseltenes Alpinhybrid dieses Erstbegeherduos.

 

Im Sommer 2016 wurde dann auch noch der obere Teil hinzugefügt. Damit ist es nun eine durchaus größere Unternehmung, die je nach Frequentierung und Wetterlage viele Optionen bietet. Im oberen Teil nimmt die Felswqualität jedoch etwas ab und erfodert hier und da einen Ausputzer oder pfleglichen Umgang. Die Kletterei macht jedoch trotzdem großen Spaß und die Absicherung lässt keinen Streß aufkommen. Der Gipfelkaffee und äußerst bequeme Abstieg mit der Seilbahn rundet das Plaisirvergnügen ab.

 

Tourenkategorie: Alpinklassiker

Hakenmaterial: Stände: BH / Zwischenhaken: BH+NH

Absicherbarkeit: mäßig

Gestein: Dolomit

Gesteinsqualität: super; oben: gut/mäßig

Anforderung: schwer

Schönheit: ★★★★

Informationsstand: 2015

 

Read me! zur Tourencharakterisierung von topoguide.de

  • signal_cellular_alt Difficoltà Difficile
  • straighten lunghezza 7.55 Km
  • schedule durata 8:30 h
  • arrow_drop_up dislivello 1305 m
  • arrow_drop_down discesa 1304 m
  • skip_next punto più alto 2847 m
  • skip_next punto più in basso 1872 m

Periodo consigliato:

gen
feb
mar
apr
mag
giu
lug
ago
set
ott
nov
dic

Partenza

Parkplatz Pian Schiavaneis

Coordinate

DD 46.500767 , 11.79142 DMS46° 30' 2.7612'' N 11° 47' 29.1120'' E

Arrivo

Come arrivare

Von Sella Joch, Pordoipass oder Canazei zum Parkplatz ca. 500 m oberhalb vom Gasthaus Pian Schiavaneis (1.877 m).

Parcheggio

Parkplatz Pian Schiavaneis

Direzione da seguire

Zustieg

Auf dem Wanderweg 647 Richtung Val Lasties. Bald zweigt rechts ein deutlicher Pfad ab. Auf diesem unter dem Wandfuß entlang und weiter bis dort, wo der Weg in einem ausholenden Bogen ins Val Lasties führt. Von dort weglos über einen Schrofenrücken bis zu dessen höchstem Punkt. Zwei Holzpfosten und ein Riesensteinmann auf einer Kanzel weisen die grobe Richtung (1 Std.).

 

Einstieg

Die Einstiege erreicht man absteigend nach 15 bzw. 30 m (Kupferschild mit eingraviertem Namen). Links oberhalb ist schon von Weitem ein großes Loch zu erkennen. 30 m rechts unterhalb erkennt man einen Wasserfall, der wahrscheinlich nur nach sehr langen Hitzeperioden komplett austrocknet.

Einstieg oberer Teil

Über das große Schuttband folgt man den Spuren ca. 100 m nach rechts zum zweiten Wasserfall. Direkt rechts der breiten Schlucht verläuft die Route nahezu immer rechts der Kante.

 

Abstieg

Im unteren Teil kann über beide Routen in ca. 40 Min. abgeseilt werden. Wer lieber zu Fuß absteigt kann zum großen Band aussteigen und rechtshaltend zum Pordoipass absteigen. Von dort per Anhalter oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Pian Schiavaneis (ca. 2 Std). Vom Gipfelplateau in 10 Min. hoch zur Bahn und bequem für 8,40 EUR (Stand 2017) zum Pordoipass. Späteinsteiger droht zur Strafe ein langer Fußabstieg durchs Val Lasties (2–3 Std.) oder über die Pordoischarte (Skipiste) zum Pordoijoch.

 

Attrezzatura

In der „Dr. Luis“ stecken an den Ständen größtenteils verzinkte 10mm-Bohrhaken sowie weitere Utensilien. Dazwischen viele Sanduhrschlingen, Normalhaken und farbenfroh angepinselte Selfmade-Baustahl-Konstruktionen, ähnlich den alten Sticht-Bohrhaken. Sofern nicht nachsaniert wird, erscheint hier im Laufe der Jahre große Vorsicht geboten. Trotz der bunten Lackierung bin ich an vielen Haken erst einmal vorbeigelaufen. Mein ansonsten gut geschultes Friend- und Bohrhakenauge war hiermit anscheinend völlig überfordert. An den schwersten Stellen stecken jedoch immer perfekt platzierte Fixe-Bohrhaken. Wir konnten noch je einen großen, mittleren, Mikro- sowie zwei kleine Friends nutzen. Allerdings oft an sehr kreativ gewählten und nicht immer verlässlichen Positionen. Der obere Teil wurde deutlich besser eingerichtet! Dennoch gibt es auch hier einige Baustahlkonstruktionen und Sanduhren, die besser mit eigenem Material gefädelt werden. Friends sind hier nur mehr Ballast und können bzw. müssen nur selten eingesetzt werden.

Für beide Routen 12–14 Expressen, 4 lange und 3 kurze Bandschlingen sowie 1 Kevlar. Die Sanduhren sollten in beiden Routen besser mit eigenem Material gefädelt werden. Alle belassenen Schlingen haben nur wegweisenden Charakter! Die Größenangaben der Friends gelten im übrigen auch für unsere Route.

-

[Non è prevista una guida per questo percorso.]

Offerte nelle Vicinanze
arrow_upward